Hauptseminar Graphentheorie (WS2005/06, T. Sander)
Hauptseminar
Graphentheorie
(WS2005/06, T. Sander)
Das Seminar richtet sich an alle Studenten nach dem Vordiplom mit guten Kenntnissen der Linearen Algebra und Grundkenntnissen der
Graphentheorie.
Der thematische Schwerpunkt sind Eigenvektorprobleme auf Graphen. Hilfreich (wenn auch keine Vorbedingung) sind daher
Vorkenntnisse der Grundlagen der algebraischen Graphentheorie, d.h. Eigenwerte und -vektoren von Graphen.
Anmeldung
Die offizielle Anmeldung zum Seminar war per Email an
Torsten.Sander@gmx.de bis zum 31.7.2005 möglich.
Termine
Das Seminar wird kompakt am
Sonntag, den 30.10.2005 abgehalten. Beginn ist um 9
00 Uhr s.t.
Für alle Teilnehmer besteht durchgehende Anwesenheitspflicht.
Vorkenntnisse
Es wird vorausgesetzt, daß alle Teilnehmer über fundierte Grundkenntnisse
der Graphentheorie (z.B. Vorlesung OR3) und der Linearen Algebra verfügen
Relevante Stichworte:
- Grundbegriffe (Graphen, induzierte Untergraphen, Homomorphismen etc.)
- Zusammenhang (Breiten-/Tiefensuche, Radius, Blöcke, Artikulationen etc.)
- Matchings/Korrespondenzen
- Diagonalisierbarkeit
- Basistransformation
- Permutationsmatrizen
- charakteristisches Polynom, Eigenwert, Eigenraum
Empfohlene Literatur:
- Diestel: Graphentheorie (PDF)
- Biggs: Algebraic Graph Theory
- Godsil/Royle: Algebraic Graph Theory
Vorträge
Folgende Seminarvorträge sind vorgesehen:
| 1 |
Spektrum eines Graphen |
Karen Kruska |
| 2 |
Eigenräume von Komplementen |
Johannes Reining |
| 3 |
Eigenräume von Wegen |
Gunner Gewiß |
| 4 |
Eigenwertvielfachheiten von Wegpotenzen |
Andreas Müller |
| 5 |
Einfach strukturierte Kernbasen von Bäumen |
Melanie Balzer |
| 6 |
Spektrum von Kreisen und zirkulären Graphen |
|
| 7 |
Singularität von Kreispotenzen |
|
| 8 |
Iterative Eigenvektorbestimmung |
|
Es steht eine Einführung in die Thematik auf Englisch zum Download bereit.
Hinweise zum Vortrag
Nachfolgend einige Hinweise zur Erarbeitung und Darbietung des
Seminarvortrages:
- Die angestrebte Vortragsdauer beträgt mindestens 60 Minuten, sollte jedoch
90 Minuten auf keinen Fall überschreiten.
- Es empfiehlt sich, den Vortrag mindestens einmal komplett vor Freunden zu proben. Man erhält
damit ein Gefühl für die reale Dauer des Vortrages und erhält wertvolle Hinweise zum eigenen
Vortragsstil (Zu viele ähs ? Reden mit der Tafel ?).
- Der Vortragsstil kann weitgehend frei gewählt werden, jedoch sollte eine Kombination aus Beamer/Folien und Tafelanschrieb
gewählt werden. Es sollte genau überlegt werden, welche
Aspekte und Sachverhalte auf welche Weise am besten erklärt werden können. Vielleicht lassen sich ja
aussagekräftige Beispiele finden, anhand derer man einen Beweis nachvollziehen und mit wenigen Worten verallgemeinern kann.
- Als Faustregel gilt: Keine Zeile an die Tafel schreiben oder an die Wand projizieren, die man nicht komplett
verstanden hat und auch ausführlich erklären kann.
- Auch wenn man es nicht unmittelbar vorträgt, sollte
man im Falle von Zwischenfragen für alle wichtigen Sätze und Definitionen ein Beispiel parat haben, an dem
man den Sachverhalt im Einzelfall erläutern kann.
- Es wird erwartet, daß zum Vortrag ein Handout an die Zuhörer verteilt wird. Dies ist ein einzelner
A4-Zettel mit den wichtigsten Definitionen und Ergebnissen des Vortrages.
- Gerade im Hinblick auf spätere Ausarbeitungen wie
Studien- oder Diplomarbeit empfiehlt es sich, sich für Handout, Overheadfolien oder Beamerpräsentation schon einmal mit dem im mathematischen Bereich verbreiteten
Schriftsatzsystem LaTeX und dem Paket Prosper vertraut zu machen. Es gibt eine Beispielpräsentation, die man als Grundlage
verwenden kann (insbesondere für Beamer).