Arbeitsgruppe Operator- und Spektraltheorie


Arbeitsgruppe Operator- und Spektraltheorie

Mitarbeiter

Prof. Dr. Michael Demuth
PD Dr. habil. Michael Gruber

Kooperationspartner

PD Dr. habil. Johannes Brasche
Dr. Guy Katriel

Adresse

AG Operator- und Spektraltheorie
Prof. Dr. Michael Demuth
Institut für Mathematik
Technische Universität Clausthal
Erzstr. 1
Clausthal-Zellerfeld

Tel.:(05323) 72-2411
Fax: (05323) 72-3598

e-mail: demuth@math.tu-clausthal.de

Operator- und Spektraltheorie

Der Begriff des Spektrums ist unabhängig von einander in der Physik und in der Mathematik entstanden und untersucht worden. Erst mit der Quantentheorie hat sich herausgestellt, dass beide Begriffe verwoben sind, dass zum Beispiel die Eigenwerte von Operatoren die Spektrallinien von Atomen erklären können. Ebenso stellt man bei Streuexperimenten fest, dass nur der spektral stetige Anteil relevant ist, womit die Struktur von Elementarteilchen in großen Beschleunigern erforscht werden kann.

Die Untersuchung des Spektrums wird auf das Studium der Resolventenmenge zurückgeführt. Resolventen können durch einparametrige Halbgruppen dargestellt werden. Deren Erzeuger sind gerade die Operatoren, welche die physikalischen Systeme modellieren. Die Halbgruppen wiederum bestehen aus Integraloperatoren und besitzen eine stochastische Darstellung durch Erwartungswerte bestimmter Markov-Prozesse, bekannt als Feynman-Kac-Formel.

Die Themen der mathematischen Forschung in der Arbeitsgruppe liegen im Schnittpunkt zwischen der Spektraltheorie, der Halbgruppentheorie, der Theorie von Integraloperatoren und der stochastischen Analysis. Um neue Resultate zu erhalten, müssen bekannte operatortheoretische Kriterien weiterentwickelt oder neue gefunden werden. Zum Beispiel sichern Integralbedingungen die Stabilität der Spektralanteile oder bestimmen die Verteilung und die Anzahl von Eigenwerten.

Die Resultate betreffen sowohl nichtrelativistische als auch relativistische Quantensysteme. In der Physik spielen verschiedene Grenzübergänge, wie der semiklassische Limes, Approximation durch große Kopplungskonstanten oder thermodynamische Grenzübergänge eine wesentliche Rolle. Unsere Methoden gestatten es, diese Limitierungen quantitativ zu untersuchen. Dies beinhaltet die Stetigkeit von Streudaten, die Vollständigkeit von Streusystemen, genaue Aussagen über die Veränderung von niedrigsten Eigenwerten, das Verhalten von Eigenfunktionen, die Verteilung von Eigenwerten und Resonanzen. Da man in der Analyse einen neuen Standpunkt einnimmt, erhält man auch für wohlbekannte Schrödinger-Operatoren neue und zum Teil unerwartete Resultate.


Publikationen

M. Demuth
M. Gruber

Von bisherigen Mitarbeitern:
M. Baro
S. Bernshausen
S. Eder
I. McGillivray
M. Hansmann
G. Katriel
A. Noll
W. Renger
E. Teske


Kolloquium

Vorträge im Institut für Mathematik

Sonstiges

Geförderte Projekte
Gästeliste der Arbeitsgruppe
Leitung internationaler Tagungen



© TU Clausthal · Impressum · Kontakt · Webmaster